Take – Make – Waste: Wo wir gehen und stehen ist MÜLL

space debrisSeit etwa 10.000 Jahren sind Menschen sesshaft – und machen seitdem ordentlich Müll…

…in ersten Siedlungen, wie dem im nordöstlichen Syrien gelegenen Tell Brak, schon seit etwa 8.000 Jahren. Tatsächlich bezeichnet der archäologische Begriff „Tell“ einen Siedlungshügel – der vornehmlich aus Zivilisationsmüll besteht – und in Brak auch heute noch 40 Meter hoch ist.

Während dieser archäologisch äußerst interessante „Müllhaufen“ in erster Linie aus bestehen, die keinen Umweltschaden anrichten, verursacht moderner Müll jede Menge Probleme.

Besonders kritisch sind die Rückstände von Materialien, die in freier Natur nicht vorkommen und daher hier auch nicht abgebaut werden können. Diese „novell entities“ sind eine von neun planetaren Grenzen, deren Überschreitung für uns existenzbedrohende Auswirkung haben wird.

Zu diesen „neuen Einheiten“ gehören neben giftigen Gasen und synthetischen organischen Stoffen auch genetisch veränderte Organismen, Nanomaterialien oder Mikroplastik. Ihnen allen gemein ist, dass sie von Menschen kreiert sind, sehr lange in der Umwelt erhalten bleiben und ihre (negativen) Effekte potenziell irreversibel sind.

„Plastik“ ist eines der bekanntesten und größten Probleme, auch weil der Wertstoff keineswegs nur für wertvolle und langlebige Produkte Verwendung findet. So wird eine Plastiktüte in einer Sekunde hergestellt, im Schnitt 18 Minuten benutzt und verbleibt dann geschätzte 400 Jahre in der Umwelt. Kein gutes Verhältnis!

Umdenken tut also Not, besonders wenn die Prognosen eintreten, die von einer Verdreifachung der Kunststoffproduktion bis 2050 ausgehen. Das Jahr, in dem es dann auch erstmals mehr Plastik als Fisch in den Weltmeeren geben wird.

Aber nicht nur ganz weit unten in den Weltmeeren, sondern auch ganz weit oben im Weltall wird unser Müll zum Problem. Bis 2017 hatten sich dort schon etwa 6.500 Tonnen Weltraumschrott angesammelt, verteilt auf hunderttausende Fragmente. Selbst kleinste Partikel entwickeln bei Geschwindigkeiten von mehreren zehntausend Stundenkilometern hier ihre zerstörerische Kraft.

Unternehmen können handeln, indem sie sich von der linearen Idee des „Take – Make – Waste“ (Entnahme von Rohstoffen aus der Natur – Herstellung kurzlebiger oder Einwegprodukte –Entsorgung als Abfall) verabschieden und Wirtschaften eher als Kreislauf verstehen.

Wie das gehen kann? Sprechen Sie uns an!

Quellen:

https://www.wissenschaft.de/geschichte-archaeologie/tell-brak-die-aelteste-stadt-der-welt/

http://www.anthropocene.info/pb2.php

https://www.br.de/themen/wissen/weltraumschrott-satelliten-bruchstuecke-100.html

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